Kesselkogel (3002m)

Klettersteigen in der Rosengartengruppe

Karte TABACCO Blatt 06 Val di Fassa e Dolomiti Fassane 1:25000 

Anfahrt von Bozen ins Eggental und über den Karerpass nach Pozza di Fassa

Ausgangsort Pozza di Fassa/Pera

Mit dem Shuttlebus fahren wir gemütlich zum Rif. Gardecia (1950m), wo für uns der kurzweilige Zustieg beginnt.
In einer knappen Stunde steigen wir hoch zum Rif. Vaiolet (2243m). Von dort auf dem Weg Nr. 584 taleinwärts auf den Grasleitenpass (2600m). Nach einem kurzen Aufstieg über ein Kar links von der Scharte erreicht man den Einstieg des Klettersteiges. Nun geht es über ein Bandsystem entweder Steigspuren, Steinmännchen oder dem Drahtseil folgend hoch zum Gipfel. Am Ausstieg des Klettersteigs ist noch ein luftiger Grat zum Gipfel (3002m) zu bewältigen.
Abstieg wie Aufstieg oder als Überschreitung über den nordöstlichen Klettersteig.

Aufstiegszeit ca. 3-4Std 1000hm

Der Aufstieg ist geprägt vom Blick zur Rosengartenspitze
Der Antermoia-See
Verdiente Rast an der Grasleitenpasshütte

fotos 30|07|2017 © michaeldellantonio 

Puezspitz (2913m)

Mondlandschaft zwischen dem Grödner und dem Gadertal

Karte TABACCO Blatt 05 Val Gardena / Gröden Alpe di Siusi / Seiseralm 1:25000

Anfahrt Bozen - Klausen - Grödnertal - Wolkenstein

Ausgangspunkt Talstation Dantercëpies-Bahn (1645m)

Zustieg zur Puezhütte Von der Bergstation der Dantercëpies-Bahn (2298m) wandern wir zunächst leicht abwärts auf dem Weg Nr. 12A zur Jimmy-Hütte (2222m) und steigen dahinter auf dem Weg Nr. 2 steil zur Forc. Cier auf (2469m), dahinter nochmals leicht abwärts, bevor wir den kurzen Anstieg zum höchsten Punkt im Hüttenzustieg, zur Forc de Crespeina (2528m) hinter uns bringen. Von dort überblicken wir die karge Puez-Hochfläche das erste Mal. Nun geht es in leichtem Auf und Ab über die Forc. de Ciampei (2366m) zur Puez Hütte (2475m)

Gehzeit 21/2 - 3Std 500hm 

oberhalb des Grödnerjochs. Von oben sieht man das ganze Ausmass des konzentrierten Tourismus
Rückblick zur Forc. Cier
Die Puez-Hochfläche
Der Crespeina See
Auf der Hochfläche haben wir die Puezspitz immer im Blick

Von der Hütte führt uns der Steig zunächst steil aufwärts nach Westen und dann links unter dem Col de Puez zum langen Gipfelhang, über den wir in Serpentinen zur Scharte kurz unterhalb des Gipfels gelangen. Von dort links in wenigen Minuten zum Gipfel (2913m).

Abstieg wie Aufstieg. Von der Hütte bietet sich der anfangs etwas abschüssige Weg Nr. 14 hinunter ins Langental und durch dieses hinaus zum Ausgangspunkt

Aufstiegszeit (ab Hütte) 1 - 11/2Std

Auf dem Gipfel im Morgengrauen, ein wunderbarer Sonnenaufgang erwartet uns
Der Sellastock mit der Marmolada dahinter, rechts erreichen die ersten Sonnenstrahlen den Langkofel
Die Geislerspitzen scheinen in der Morgensonne zu brennen
Der Sassonger unten links, dahinter der Pelmo
Abstieg zur Puezhütte
Am Morgen herrscht dichtes Gedränge vor der Hütte

 fotos 28|07|2017 © michaeldellantonio 

Eiger | Mittellegigrat (3970m)

Über den Dächern von Grindelwald

Karte Swisstopo Nr. 1229 Grindelwald / 1249 Finsteraarhorn 1:25000

Anfahrt Zürich - Interlaken - Grindelwald - Mit der Jungfraubahn über die kleine Scheidegg zum Station Eismeer

Ausgangspunkt Station Eismeer (3159m)

Zustieg zur Mittellegihütte Bei der Station folgen wir an deren unterem Ende dem Stollen hinunter zum CHallifirn (Lampe bereit halten, das Licht geht irgendwann aus) auf ca. 3125m, wo wir uns anseilen. Wir queren zügig den Gletscher, ganz leicht ansteigend bis zum Einstieg in die Gratflanke hinter der zweiten Schneezunge unterhalb des grossen Gendarms.
Über die Randspalte und über eine etwas knifflige Platte (IV) entlang einer Verschneidung in zwei kurzen Seillängen hoch auf ein Band, das Gehgelände verspricht. Nun eben -nur ansteigend wenn es das Gelände erfordert- nach Nordosten, eine ausgeprägte Rinne entweder abseilend oder abkletternd überwindend, bis die Flanke immer brösliger wird und man kurz vor der Mittellegihütte den Grat erreicht. Über diesen gelangen wir unschwierig zur Hütte
(3355m).

Aufstiegszeit 2Std 250hm

Ausstieg aus dem Stollen der Jungfraubahn
Die plattige Flanke zur Hütte wird gegen Ende hin immer brösliger
Endlich zeigt er sich doch noch der Eiger. Allerdings bei einem ungemütlichen Wind
Wolkenfahnen am Mittellegigrat

Die Reihenfolge für den Gipfelaufstieg ist klar, die Einteilung zum Frühstück lässt keine Zweifel offen: Nach den grindelwalder Bergführern starten die anderen Bergführer mit ihren Gästen, dann erst darf das gemeine Volk und damit wir aufbrechen. Wir erwischen trotz voller Hütte einen angenehmen Tag, es gibt kein Gedränge und auch keine Wartezeiten an den Schlüsselstellen.
Zunächst eben über den bereits hier ausgesetzten Grat, dann mit dem Grat ansteigend, eigentlich alle Hindernisse direkt überkletternd bis zum grossen Gendarm (III - IV), auf der anderen Seite abseilend und -teilweise entlang von Fixseilen- weiter hoch, mehrere kleine Türme überkletternd (max. III), bis sich der Grat zurücklehnt und wir schliesslich den Firngrat erreichen. Bei gutem Trittfirn einfach, aber richtig ausgesetzt oberhalb der Nordwand zum Gipfel (3970m, ca. 4Std).

Abstieg Vom Gipfel steigen wir entlang des Süd/Südostgrates ab bis wir ein kleines Metallkreuz sehen. Hier seilen wir zweimal ab, dann nach kurzem Abklettern noch einmal, bis wir den Rest des Grates bis zum Nördlichen Eigerjoch (3605m) abklettern können.
Zunächst abwechselnd zwischen Firn und Fels (II), meist etwas nordseitig des Grates bis zur letzten Schlüsselstelle vor dem grossen Turm. Gute Griffe führen uns hier rechts um die Ecke (III). Danach entlang des Grates auf und ab, bis wir schliesslich die Firnscheide erreichen.
Über diese in einem weiten Bogen unterhalb der Ostwand des Mönchs hinunter auf das Ewigschneefäld. Ein letzter Anstieg führt uns zum oberen Mönchsjoch (3624m), dann erreichen wir über die präparierte Piste das Jungfraujoch (3464m). Von hier mit der Bahn zurück nach Grindelwald.

Gehzeit (bei guten Bedingungen) 8-9Std 900hm

Die ersten Seilschaften sind bereits am Grat

rechts der Mittellegigrat, links die Eigerjöcher und dahinter der Mönch
Tiefblick nach Grindelwald
Rückblick zum Firngrat
Das Aletschhorn
Der Eiger - links der Mittellegigrat, in der Mitte die Nordwand

fotos 16|07|2017 © gustavosteffens | michaeldellantonio